Am Dienstag, dem 22.01.2019, wurde ein 16-jähriger Frastanzer gegen 19.30 Uhr im Bereich der Pfarrkirche Frastanz von einer aus zunächst drei Tatverdächtigen bestehenden Gruppe körperlich misshandelt und zur Herausgabe von Suchtgift aufgefordert. Als das Opfer versicherte, kein Suchtgift bei sich zu haben und die Tatverdächtigen weder Suchtgift noch Bargeld bei einer Durchsuchung seiner Kleidung feststellen konnten, forderten sie das Opfer auf, eine andere Person an den Vorfallsort zu locken, von welcher in der Folge Suchtgift geraubt oder gestohlen werden könnte. Als das Opfer nach mehreren Telefonkontakten keine anderen Personen dazu bewegen konnte, den Vorfallsort aufzusuchen, zwangen die Tatverdächtigen das Opfer in einen im Nahbereich befindlichen Pkw einzusteigen, in welchem sich zwei weitere Mittäter befanden.

Anschließend fuhren die nunmehr fünf Tatverdächtigen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren mit dem bereits verletzten 16-Jährigen über den Amerlügner Weg in den Ortsteil Frastanz-Amerlügen. Bereits während der Fahrt wurde das Opfer zur Herausgabe seines Smartphones genötigt. In Amerlügen angekommen wurde das Opfer auf einem abgelegenen Forstweg aus dem Fahrzeug gezerrt und erneut brutal verprügelt. Dabei dürfte auch zumindest einer der Tatverdächtigen mit einem spitzen Gegenstand, auf den 16-jährigen Frastanzer eingestochen oder eingeschlagen haben. Das Opfer erlitt durch die Tat schwere Gesichts- und Schädelverletzungen sowie oberflächliche Stichverletzungen am Rücken. Folglich wurde das schwer verletzte Opfer bei einer Außentemperatur von ca. -7 °C auf dem Forstweg zurückgelassen und die Tatverdächtigen fuhren mit dem Pkw zurück nach Frastanz. Das 16-jährige Opfer konnte sich schließlich zu einem ca. 650 m entfernt liegenden Wohnhaus begeben, von wo aus die Rettung verständigt wurde. Der 16-jährige Frastanzer wurde in das Landeskrankenhaus Feldkirch eingeliefert, wo er in stationäre Behandlung aufgenommen wurde.

Die Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt Vorarlberg gemeinsam mit der Polizeiinspektion Frastanz geführt. Inzwischen konnten alle fünf Tatverdächtigen ausgemittelt und über Auftrag der Staatsanwaltschaft Feldkirch festgenommen werden. Die drei Hauptverdächtigen wurden zwischenzeitlich in die Justizanstalt Feldkirch eingeliefert. Der 18-jährige Fahrzeuglenker sowie dessen 17-jähriger Beifahrer werden auf freiem Fuß angezeigt.

Allfällige Zeugen, die Wahrnehmungen im Zusammenhang mit der geschilderten Straftat machen konnten, werden ersucht, sich beim Landeskriminalamt Vorarlberg (+43 59133 80-3333) zu melden.