Genf (dpa) - In Syrien sind zwischen Januar und April aufgrund von Kämpfen und Bombardierungen so viele Menschen im eigenen Land vertrieben worden wie nie zuvor seit Beginn des Konflikts 2011. Das berichtete Panos Moumtzis, Koordinator der humanitären UN-Hilfe in der Region, am Montag in Genf. 920 000 Menschen hätten aus ihren Wohnorten flüchten müssen, unter anderem aus Ost-Ghouta bei Damaskus und in der Provinz Idlib.

In Idlib sei die jüngste Verschärfung der Kämpfe besorgniserregend. Die Hälfte der 2,5 Millionen Einwohner dort seien schon Vertriebene. Die humanitären Helfer seien besorgt, dass diese Menschen immer weiter in Richtung türkischer Grenze gedrängt werden. Von dort gehe es aber nicht weiter, warnte Moumtzis.

Rund 2 Millionen Menschen hielten sich noch nach seinen Angaben in schwer erreichbaren Regionen des Landes auf, 11 000 in belagerten Orten. Anfang vergangenen Jahres waren es zusammen noch mehr als 4,6 Millionen Menschen.