Nachdem die Bundesregierung bereits das Nichtvorhandensein der Freiwilligkeit beim 12-Stunden-Tag zugeben musste, kommt mit der versprochenen 4-Tage-Woche nun die nächste Falschmeldung. Barbara Teiber, gestern zur gf. Vorsitzenden der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) gewählt, stellt klar: „Im Gesetzesentwurf der Bundesregierung steht kein Wort zur 4-Tage-Woche. Hier wird versucht, den ArbeitnehmerInnen ein X für ein U zu verkaufen.“Tatsächlich ist die 4-Tage-Woche seit zwanzig Jahren gesetzlich möglich. Diese ist aber mit den ArbeitgeberInnen nicht umsetzbar und wird zukünftig auch nicht leichter umsetzbar.

Ein Rechtsanspruch auf die 4-Tage-Woche ist nicht Teil des Gesetzesentwurfs, den die Regierung eingebracht hat, auch wenn Vizekanzler Strache dies behaupte. „Die Beruhigungspillen, die die Regierung als Reaktion auf die massive und berechtigte Kritik an den 12-Stunden-Arbeitstagsplänen ausgibt, entpuppen sich als Placebos“, so Teiber und fordert: „Dieser Gesetzesentwurf muss in den Reißwolf. Die Bundesregierung sollte zurück an den Start gehen und das Gespräch mit allen Sozialpartnern suchen. Andernfalls wird sich das auf die Stimmung in den Betrieben und bei den Kollektivvertragsverhandlungen auswirken.“

 

 

ÖGB